Ronald Kahle

 

 

 

Weltformel Seele

 

 

 

Quantensprung der Evolution

 

 

 

 

 

Sachbuch, populärwissenschaftlich

 

Erscheinungsjahr: 2015

 

Seitenanzahl: 428

 

Größe: 13,5 cm x 21,5 cm

 

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

 Hardcover 24,75 EUR inkl. MwSt.

 ISBN: 978-3-7323-1186-6

 https://tredition.de/publish-books/?books/ID42153/Weltformel-Seele

 

Paperback  19,95 EUR inkl. MwSt.

 ISBN: 978-3-7323-1185-9

 https://tredition.de/publish-books/?books/ID42153/Weltformel-Seele

 

e-Book  6,00 EUR inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-7323-1187-3 Erscheinungsdatum: ca. 09.02.2015

https://publish-books.tredition.de/tredition/books/ID42155/Weltformel-Seele

 

 

    Unter dem Druck weltweiter Krisen steht die Menschheit am Scheideweg. Lösungen sind nicht in Sicht. Sind die tiefsten Ursachen möglicherweise noch nicht ausgelotet? „Weltformel Seele“ stellt elementare Fragen. Mit Hilfe aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse werden die tiefsten Wurzeln der so unheildrohenden Entwicklung offengelegt.
   Nach der evolutionären Ausbildung eines Selbstbewusstseins wird der Mensch nun vor seine Eigenverantwortung gestellt, um bewusst selbstschöpferisch tätig zu werden. Dazu wird ihm aber eine sehr tiefgreifende Selbsterkenntnis abverlangt, denn er wird den gestellten Anforderungen nur genügen können, wenn er von der biologisch bedingten, oberflächlichen Selbstbezogenheit zu seinem Seelenkern durchzudringen vermag, der Anteil hat an der Welt der Einheit. Es ist der Quell seiner Sehnsucht und der Geburtenschoß der Ideale, der Geistfunke, den C. G. Jung als „Nicht-Ich-Zentrum“ charakterisiert, die Bibel als „Samenkorn Christi“ und Schiller als „Götterfunken“. Als Anknüpfungspunkt der Einheit ist dieser die Basis allen wahrhaft menschlichen Werdens.
  Was Dichter und Denker, Märchen, Mythen und Religionen der Menschheit von jeher ans Herz legten, das bezeugt jetzt auch die Wissenschaft. So erschließt sich dem nüchternen Bewusstsein des modernen Menschen wieder der rote Faden des Lebendigen und weist ihm einen Weg zurück, zur verlorenen Einheit allen Seins.

 

 

 

Warum dieses Buch?

 

   Dem aufmerksamen Beobachter unseres Jahrhunderts wird die vorwärts drängende Sehnsucht nach Einheit und wahrhaft menschlicher Gemeinschaft nicht entgehen, die im Innersten der Menschen heimlich nach Erfüllung strebt. In weltweiter Krise zunehmend mit den Folgen eigener Handlungsweise konfrontiert, sensibilisiert sich das Bewusstsein für die Grenzen selbstbezogener Gesinnung. Die Reaktionen könnten verschiedener nicht sein: Mit Macht wird hier versucht, eine Einheit nach eigenen Vorstellungen zu verwirklichen, während dort auf erhabene Ideale und spirituelle Methoden gesetzt wird. Die Kontroverse gipfelt in einer grundlegenden Sinnfrage, welche sich nicht länger mit diffusen Vorstellungen und oberflächlichen Annahmen verantwortlich beantworten lässt. Im Selbstverständnis des Menschen und seinem Verhältnis zur Einheit der Natur liegt die Ursache der Problematik und auch der Schlüssel zu ihrer Überwindung verborgen; soviel kann aus der sich zuspitzenden globalen Entwicklung sicher abgelesen werden. Es gilt also, sich einem möglichst zutreffenden Verständnis von Einheit zu nähern.

 

 

Wo liegt das Problem?

 

 Mit ihren Beschreibungen der elementaren Bausteine der Materie, zeichnet die Quantenphysik eine Welt der Einheit als Grundlage allen Bestehens. Alles steht mit allem in Wechselwirkung und wird vom sie umschließenden Objekt oder Wesen umfangen.

    Dem Menschen erscheint dies sehr abstrakt, da er sich sinnesorganisch in eine Welt der Einzelobjekte erlebt. Darauf ist sein natürliches Bewusstsein abgestimmt. Er lebt in einer Welt der Trennung, getrennt von seinen Mitmenschen, der Natur und Gott. Diese verzerrte Perspektive des selbstbezogenen Standpunktes spiegelt sich in der von Einstein entwickelten Relativitätsphysik wider. Jedes Subjekt existiert in seiner eigenen Erscheinungswelt, und keine zwei sind einander gleich. Wir vermögen einander wohl gegenseitig wahrzunehmen, messen jedoch stets mit verschiedenen Maßstäben. Diese totale Einsamkeit lässt sich auf der Ebene der relativistischen Erscheinungswelt niemals aufheben.

    Der Mensch, der dies einzusehen beginnt, fühlt sich im Universum verloren. Und doch ist ihm die Einheit sehr nahe. Er versteht sich ja nicht als eine Ansammlung von Organen, Knochen und Flüssigkeiten, sondern – in bester quantenphysikalischer Manier – als etwas darüber Hinausgehendes, all dies Umfassendes oder Durchdringendes. Er vermag aber weder zu sagen, welcher Art dieses beseelende „Etwas“ eigentlich ist, das er „Seele“ oder „Ich“ nennen mag, noch wie dieses mit Leber, Herz und Daumennagel verwoben ist.

 

 

Gibt es eine Lösung?

 

   In einem Kampf um Macht und Autonomie stellt der Mensch seine Einheit der Einheit des Universums gegenüber. Dadurch prallen Innen- und Außenwelt im Spannungsfeld von Freiheit und Determination aufeinander. Der Mensch wird so vom selbststeuernden System der Natur umfangen gehalten, das ihn, nach der evolutionären Ausbildung eines Selbstbewusstseins, nun vor seine Eigenverantwortung stellt, mit dem Ziel, ihn bewusst an den Schöpfungsprozessen teilhaben zu lassen. Das bedeutet einen Quantensprung der Evolution. Dazu wird dem Menschen aber eine sehr tiefgreifende Selbsterkenntnis abverlangt, denn er vermag den gestellten Anforderungen nur zu genügen, wenn es ihm gelingt von der biologisch bedingten, oberflächlichen Selbstbezogenheit durchzudringen zu seinem wahren Wesens- oder Seelenkern, der Anteil hat an der Welt der Einheit. Es ist der Quell seiner Sehnsucht und der Geburtsschoß der Ideale, den C. G. Jung als „Nicht-Ich-Zentrum“ charakterisiert, die Bibel als „Samenkorn Christi“ und Schiller als „Götterfunken“. Als Anknüpfungspunkt der Einheit ist dies die Basis allen wahrhaft menschlichen Werdens.

 

 

Und wie wird das umgesetzt?

 

 So leicht räumt die Selbstbezogenheit natürlich nicht das Feld. Zu leicht werden ewige Ideale mit vergänglichen Erscheinungsformen verknüpft. Enttäuschungen und Ängste sind die unausweichlichen Folgen, indes Sehnsucht und Idealvorstellungen beständig vorwärts peitschen. Tief einschneidende Erfahrungen machen dem Menschen seine innere Gespaltenheit bewusst, bis er, wie Goethes Faust klagt: „Zwei Seelen hab´ ich ach! in meiner Brust, die eine will sich von der anderen trennen …“. Nun steht er vor der Entscheidung, das wirklich menschliche Prinzip zu verleugnen und sich den animalischen Begierden zu überlassen, oder das biologische Wesen in den Dienst eines neuen Werdens zu stellen. In dem Maß, wie er bewusst mit den fördernden Bildeprozessen des Lebens mitzuwirken beginnt, entdeckt er – hinter der scheinbaren Irrationalität des Lebens und den komplementären Gegensätzen der Natur – eine regenerative Ordnungsstruktur, welche ihn umfangen hält und in zielgerichteter Evolution aus der relativistischen Welt subjektiver Erscheinungen zum wahrhaften Sein der Einheit führen will.

    Dies ist mitnichten eine Weltflucht. Im Gegenteil! Die vom Ich-Komplex ausgegrenzten Bewusstseinselemente müssen wieder integriert, religiöse, esoterische oder humanistische Wunschvorstellungen kritisch hinterfragt werden. In einem tief eingreifenden Seelenprozess sind die, infolge überspannter Selbstbezogenheit verworrenen Informationsstrukturen aufzulösen und im Geist der Einheit neu zu ordnen. Vergleiche mit historischen Schriften, wie Platons Höhlengleichnis oder Dantes „Göttliche Komödie“, bestätigen das Ergebnis. Und ist es dem Herzen nicht von selbst verständlich, dass im eigenen Wesen alles an seinen Platz zu stellen heißt, in rechter Weise sich ins Ganze fügen?

 

 

Was ist das Besondere?

 

    Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. In diesem Sinne versteht auch der Mensch sich als eine, über Organe und Zellen hinausgehende, diese umschließende Einheit. Nichts anderes ist ein quantenphysikalisches Objekt: Eine Einheit mit innerer Struktur, kein Ding an sich. Weil die Quantenphysik immer noch fast ausschließlich mit der Mikrowelt der Atome in Verbindung gebracht wird hält sich der Eindruck, eine atomare Quantenwelt existiere neben der sinnesorganisch wahrnehmbaren. Wenden wir aber den quantenphysikalischen Objektbegriff auf die Einheiten an, also auf das „Seele“ oder „Ich“ betitelte „Etwas“, und setzen diese mit ihrem Umfeld in Beziehung, dann öffnet sich eine Tür zu tieferem Verständnis der Lebensprozesse: Seele und Geist können klar definiert werden; die Zielrichtung der Evolution tritt ans Licht und der Urquell aller Religion wird erkennbar. Quanten- und Relativitätsphysik vereinigen sich dabei in einer Kosmologie, welche die Spaltung der Alchemie in einen naturwissenschaftlichen und einen geisteswissenschaftlichen Zweig überwindet. Für die globale Weltkrise werden dadurch tiefere, bislang nicht berücksichtigte Ursachen erschlossen, welche den Leser vor seine ureigene Verantwortlichkeit stellen.

 

 

Wie ist der Text abgefasst?

 

    Wissenschaftliche Erkenntnisse werden möglichst mit subjektivem Erleben in Beziehung gebracht. So vermag der Leser die Aussagen zu überprüfen und findet sich unversehens auf einer spannenden Forschungsreise durch den eigenen Seelenraum. Auf der Suche nach dem Unfassbaren zeigen sich im Dschungel unreflektierter Vorstellungen immer wieder überraschende Perspektiven auf alltägliche Dinge. Kindliches Staunen öffnet das Herz, mit dem allein das große Wunder des Lebens erfahren werden kann.

 

 

Welche Rolle spielt die Religion?

 

 Durch die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich die elementaren Lebensfragen ohne religiöse oder esoterische Ersatzsysteme beantworten. Anhand der Aussagen namhafter Physiker und Nobelpreisträger werden, frei von allen Spekulationen, die Kernaussagen entwickelt. Vergleiche mit verschiedenen Religionslehren, Märchen, Mythen und Legenden beglaubigen die Richtigkeit und bezeugen, dass hier ein verloren gegangenes Wissen der Menschheit von der Wissenschaft wiederentdeckt wurde.

 

 

 Für wen ist dieses Buch geeigent?

  • Der interessierte Laie erhält einen Überblick über die natur-, sozial- und geisteswissenschaftliche Entwicklung unserer Zeit. Durch Vergleiche mit früheren Zeugnissen der Menschheit, wie Mythen und Legenden, wird für ihn die Realität eines zeitlos hinter allen Erscheinungen wirkenden Geistes greifbar, der auch ihn zu wahrhaftigem Leben ruft.
  • Denjenigen, die sich um den Verfall traditioneller Wertestrukturen sorgen, Sinnsuchern, religiös und esoterisch orientierten Lesern, wird auf diesem so unübersichtlichen Feld, durch wissenschaftlich fundierte Darstellung der Lebens- und Entwicklungsprozesse, eine Orientierungshilfe anhand gegeben
  • Weil die Vielzahl der berührten Themenbereiche hier nur im Hinblick auf die Entwicklung des Leitgedankens erörtert werden können, wird die Fachwelt eine Fülle von Anreizen zur Vertiefung entdecken und sich zum so dringend notwendigen interdisziplinären Dialog aufgerufen finden. Der Ariadnefaden dazu wird ihr gereicht, damit das verbindende Element stets im Auge behalten wird.

 

 

Struktureller Aufbau:

 

Einleitung

 Einleitend werden verschiedene Seelenvorstellungen beleuchtet, um die diffusen Begriffsfelder „Seele“ und „Geist“ zu umreißen. Ein kurzer geschichtlicher Abriss zeigt das Ringen der Menschheit um Einsicht im Spannungsfeld dogmatischer, idealistischer und materialistischer Weltanschauungen.

 

Hirnforschung

 Auch Hirnforschung und Biologie geben kein einheitliches Bild. Einerseits scheint der Mensch weitestgehend von unbewussten Entscheidungsprozessen gesteuert und die Freiheit des Ich nur Illusion zu sein. Andererseits, indem es die Sinnesreize auswertet und interpretiert, erschafft das Gehirn erst die Welt in der wir uns wahrnehmen. Hier ist der Mensch mitnichten Marionette des Unbewussten, sondern Weltenschöpfer.

 

Moderne Physik

 Um die Widersprüchlichkeiten aufzuklären, wird die Physik zu Rate gezogen – im Sinne Bohrs: nicht um zu sagen, was Seele sei, sondern um zu sehen, was wir objektiv über die Seele zu sagen vermögen.
    Im quantenphysikalischen Objektbegriff tritt die Form in den Hintergrund. Felder und Wechselwirkungen sind die bestimmenden Elemente, die, ihrer Art entsprechend Objekt, Raum und Kraft in Einheit umfassen. Aufgrund seines selbstbezogenen Strebens ist dem Menschen diese Welt der Einheit, in der die Objekte mit, für und durch einander existieren, völlig fremd. Stattdessen erlebt er sich in einer Sphäre subjektiver Wirklichkeitsverzerrungen, wie die Relativitätsphysik sie beschreibt. Jeder Einzelne existiert in seiner eigenen Erscheinungswelt und misst mit anderem Maßstab. Es ist eine totale Einsamkeit, die nur aufgehoben werden kann, wenn der Bezugspunkt, das Seelenzentrum, wiedergefunden wird.

 

Rückkopplungsprozesse des Lebens

 Beide Welten, die Welt der Einheit und die Erscheinungswelt wirken auf den Menschen ein. Statt göttlicher Willkür erkennen wir heute komplexe Rückkopplungsprozesse, die selbststeuernde Systeme lenken. Doch auch hier vermögen wir nicht so ohne weiteres zur Einheit durchzudringen. Die statistischen Steuerungsgesetze, welche die Wechselwirkungen der beteiligten Objekte beschreiben, zeigen als deterministisches Chaos gleiche Unschärfen wie die Quantengesetze. Es ist unser unvollkommenes Erfassen der Lebensgesetze, das diese Erscheinungen hervorruft. Denn als Werdende begegnen wir stets einem Leben, das unser Bewusstsein aus der Formenwelt zur Welt der Einheit erheben will. So zeigt sich in der Evolution ein zielgerichteter Steuerungsprozess, der mit der Ausbildung eines Selbstbewusstseins neue Möglichkeiten erschließt. Der Mensch ist nicht länger Objekt der Evolution, sondern soll selbstschöpferisch verantwortlich an ihr teilhaben. Dazu muss er zu seinem Seelenzentrum durchdringen, um von diesem Bezugspunkt aus den Kontakt zur verlorenen Einheit wiederherzustellen. Die in ihm wirkenden unerfüllten Sehnsüchte der Präerinnerung, Ideale und archetypischen Urbilder weisen auf das Ziel hin und fordern ihn auf, die ihn beherrschenden Informationsstrukturen zu erkennen und seiner Einsicht entsprechend neu zu ordnen. So tritt der Mensch vollbewusst in ein Werden allumfassender Liebe ein.

   Die gegenwärtige globale Krise zeigt sich vor diesem Hintergrund in einem ganz neuen Licht, mit neuen Perspektiven. Durch die natürlichen Rückkopplungsprozesse wird der Mensch gleichsam zu einem Quantensprung seiner Entwicklung gedrängt, hin zu wahrhaftem, verantwortlich selbstbestimmten Leben.

 

Autor:

 

   Als Ingenieur im naturwissenschaftlich-physikalischen Bereich zu Hause, hat sich der Autor über 30 Jahre im Rahmen einer modernen Philosophenschule ernsthaft in Theorie und Praxis mit den elementaren Lebensfragen der Menschheit auseinandergesetzt. Die nüchterne Denkweise fordert dabei mit der Wissenschaft vereinbare Aussagen, das fühlende Herz zugleich – und auf Augenhöhe mit dieser – eine ganzheitliche Sichtweise und einen praktikablen Weg für jedermann.